Gruppenfazit

Nachdem nun alle vier Let’s Player analysiert und ausgewertet wurden, möchten wir Dir ,lieber Leser, ein Fazit nicht vorenthalten.

Die Auswahl der zu analysierenden Let’s Player erfolgte in gemeinsamer Abstimmung. Uns war es wichtig, möglichst unterschiedliche LPer betreffend der Reichweite, der Plattform und der Abonnenten zu wählen, um vermeintlich vielfältige Ergebnisse zu erhalten.

So wurden Sarazar, KeysJore, Rocket Beans und JazzyRabbit ausgewählt. Erwähnt werden sollte, dass JazzyRabbit der einzige Let’s Player ist, welcher seine Streams ausschließlich über twitch.tv anbietet, weshalb bei ihm eine bidirektionale Kommunikationsform im Vordergrund steht.

 

Unsere Schlussfolgerungen

Das Analyseergebnis ist für uns sehr überraschend. Bei allen Let’s Playern lässt sich feststellen, dass der Pausenanteil höher ist als der Sprachanateil an sich. Dies lässt zwei Hypothesen zu:

  1. Je höher der Storyanteil eines Spiels, desto höher die Anzahl der Pausen.
  2. Je mehr Videosequenzen gezeigt werden, desto höher ist die Immersion des Spiels. Der Let’s Player muss also durch seine Moderation gar nicht mehr erreichen, dass sich der Zuschauer „mitgenommen“ fühlt, dies macht das Spiel.

Ebenso festzuhalten ist, dass die Zielgruppenkommunikation bei den auf YouTube hochgeladenen Videos als gering einzuordnen ist. Dies stellt einen großen Unterschied zu dem LPer „JazzyRabbit“ dar. Bei ihm steht die Zielgruppenkommunikation im Vordergrund und nimmt somit auch den größten Sprachanteil in seinem LP ein. JazzyRabbit zerstört durch seine ständigen Unterbrechungen die Immersion des Spiels, da er sich via Zielgruppenkommunikation für Subs, Follows und Spenden bedankt.

 

In Puncto Forschungsfrage

“Mit welchen sprachlichen Mitteln arbeiten ausgewählte Streamer im Bereich “Let´s Play”? Lassen sich hierbei Reminiszenzen feststellen, durch die sich ihr Erfolg differenziert?

Den ersten Teil unserer Forschungsfrage mussten wir zwangsläufig beantworten, da ohne ihn keine Analyse hätte stattfinden können. Welche sprachlichen Mittel wir herausgearbeitet und kategorisiert haben, wurde in zahlreichen vorangegangenen Postings beantwortet. Die zweite Frage war der tatsächliche Dreh- und Angelpunkt, das Herzstück, unseres Projektes. Diese können wir jedoch nur teilweise mit Ja beantworten:

  1. Ja, es gibt Reminiszenzen: Erfolgreiche Let´s Player sind in der Lage die Immersion eines Spiels zu erkennen und diese für sich zu nutzen. Permanente Moderation ist also nicht der Schlüssel zum Erfolg, was bezogen auf unsere Frage bedeutet, dass die tatsächlich festgestellte Gemeinsamkeit aller LPer ist, dass sie ein natürliches Gefühl für Sprach- und Pausenverteilung haben müssen. Wenn gesprochen wird, muss der Inhalt auch zum Spielgeschehen passen. So verlangen dynamische Szenen nach Response Cries, während das reguläre, weniger abwechslungsreiche Spielgeschehen nach empraktischen Kommentaren verlangt.
  2. Den Erfolg darüber zu differenzieren wäre zu einfach, da die Faktoren, die Einfluss auf den Erfolg der jeweiligen Streamer haben, so vielfältig wie umfangreich sind.

 

Abschließend müssen wir erwähnen, dass im Rahmen unseres Projektes nur ein kleiner Ausschnitt betrachtet werden konnte und fundierte Aussagen natürlich eine weitaus umfangreichere Transkription und Analyse verlangen würden. Unsere Forschung sehen wir als Schritt in die richtige Richtung und Grundlage für weitere wissenschaftliche Arbeiten.

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