Nonverbale Kommunikation

Kommunikation. Den meisten Personen fällt beim Wort Kommunikation ein Dialog zwischen zwei Menschen ein. Person A sagt „Hallo“ und das wird von Person B mit einem weiteren Gruß erwidert. Jedoch hat bereits Charles Darwin erkannt, dass Kommunikation auch ohne Worte stattfinden kann.

Dazu Darwin in seinem bereits 1899 erschienen Werk „The Expression of the Emotions in Man and Animals“:

„The movements of expression in the face and body, whatever their origin may have been, are in themselves of much importance for our welfare. They serve as the first means of communication between the mother and her infant; she smiles approval, and thus encourages her child on the right path, or frowns disapproval.“ (Darwin, 1899, S.386).

Darwin beschreibt hier die Kommunikation zwischen Mutter und Kind, die auch ohne Worte problemlos zu funktionieren scheint und maßgeblich wichtig für die frühe Erziehung des Säuglings ist.

Die Sprachwissenschaft versteht unter Nonverbaler Kommunikation die „Gesamtheit der in zwischenmenschlichen Kommunikationsprozessen auftretenden nichtsprachlichen Phänomene, deren Untersuchung Aufgabe ist von Psychologie (Psychiatrie), Soziologie, Ethnologie und – insofern gesprochene Sprache nur unter Berücksichtigung nichtsprachlicher Mittel vollständig verstanden und beschrieben werden kann.“(Bußmann, 1983, S. 352.)

Nonverbale Kommunikation, ferner mit n. K. abgekürzt, kann sowohl gehört als auch gesehen werden. Das heißt, dass bei einer Aussage die Stimme, die Stimmlage, der Sprechrhythmus, aber auch Dinge wie Lachen, Räuspern etc. Teil von n. K. sind. Der Forschungsbereich der sich mit akustischer Kommunikation beschäftigt ist die Paralinguistik. Neben der hörbaren n. K. kann die motorische n. K. gesehen werden. Durch die Mimik im Gesicht, Gestiken, der Körperhaltung sowie dem Blickkontakt beim Sprechen wird kommuniziert. Auch die äußere Erscheinung durch Kleidung etc. kann Teil von Kommunikation sein. Die Erforschung dieser motorischen n. K. wird als Kinesik bezeichnet
(Bußmann, 1983, S. 352-353.)

Dieser Blogeintrag soll eine Übersicht über die Teilbereiche der nonverbalen Kommunikation bieten und die einzelnen Punkte anhand von Beispielen erläutern.

Die Funktionen von nonverbalen Kommunikationsmitteln

N. K. übernimmt wichtige Funktionen in der Kommunikation und stützt die verbale Kommunikation in ihrem Ausdruck. Die Literatur spricht von fünf verschiedenen Arten der körperlichen Kommunikation.

Zu allererst ist die Äußerung von Emotionen zu nennen. Mit Hilfe von Mimik, Gestik und der Stimme kann dem Rezipienten der Ausdruck von Gefühlen vermittelt werden. Außerdem wird die interpersonale Einstellung vermittelt. Dadurch können die Beziehungen mit Mitmenschen verändert und beibehalten werden.

Natürlich hilft die n.K. als Begleiter der sprachlichen Äußerung. Während des Sprechens wird das Gesprochene durch Gesten wie Kopfnicken, Blickkontakten etc. ergänzt.

Durch das Aussehen (Frisur, Outfit, etc.) und durch die Stimmlage wird eine Selbstdarstellung verwirklicht.

Bsp.: Ich ziehe schwarz an, weil ich trauere.

In der westlichen Gesellschaft sind Rituale wie das Händeschütteln fast nicht mehr weg zu denken. Gerade bei Begrüßungen stellen sie einen hohen Wert dar.
(Argyle, 2013, S. 16)

Das Lexikon der Sprachwissenschaften fasst die n.K. wie folgt zusammen.

1. Vokalische Mittel, die bereits im Artikel Kommunikation diskutiert wurden und von der Paralinguistik untersucht werden. Dazu zählen Dinge wie:

a) Lautstärke
b) Stimmlage
c) Sprechrhythmus
d) Lachen
e) Räuspern

2. Nichtvokalische Mittel, wie z.B.:

a) Mimik
b) Gestik
c) Körperhaltung
d) Blickkontakt
e) Äußere Erscheinung und Kleidung

Paulekman_bio
Von Momopuppycat – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54340906

Die Psychologie konnte durch Paul Ekman bereits herausfinden, dass es international sechs gleiche Mimiken gibt, die bestimmte Emotionen ausdrücken. Diese Emotionen sind Furcht, Trauer, Freude, Wut, Ekel und die Überraschung. (Sokolowski, 2013, S. 240)

Um die Mimiken besser zu veranschaulichen folgen nun Beispiele für die sechs Emotionstypen:

emotionen.jpg
Die sechs universellen Emotionen. (Sokolowski, 2013, S. 240)

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

WordPress.com.

Nach oben ↑

Erstelle deine Website auf WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: